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Für mich war das als Zwillingsmama lange Zeit unvorstellbar. Ich war froh über jeden Tag, den meine Kinder und ich überlebt haben. Als die Jungs dann 4 Jahre alt waren, hatte ich mir vorgenommen, es zu probieren. In diesem Sommer hatte ich 5 Wochen Urlaub vor mir, und ich wollte diese Zeit wirklich zum Reisen nutzen. Leider hatte mein Mann nicht so lange Urlaub.

Also entschloss ich mich zu einer Probe, nicht zu weit von zu Hause, und fuhr an Ostern mit den Jungs und damals noch mit unserem Ford Nugget Richtung Bodensee. Unser erster Stopp war ein Campingplatz, ein sicherer Hafen, um sich einzuspielen und zu sehen, ob ich mit allem rund um den Camper allein zurechtkomme. Ich muss sagen, es hat von Anfang an sehr gut geklappt. Die Jungs, die jetzt die Männer im Van waren, haben es mir sehr leicht gemacht. Sie waren wirklich lieb, entspannt und haben mich tatkräftig unterstützt.

Weiter ging es dann mit der Autofähre, die wir auch einmal testen wollten, über den See in die Weinberge. Wir standen auf Wiesen und in Wäldern und hatten eine wundervolle Zeit in der Natur. Nach unserem Probetrip ging es im Juni auf die lange Reise in den Norden. Noch heute denke ich daran zurück. Es war wundervoll. Die Jungs sind absolute Reisekinder und Abenteurer. Sobald wir im Camper sitzen, schalten sie in den Entspannungsmodus. Sie lieben es, neue Orte zu entdecken, vor allem in der Natur. Hauptsache, der Ausblick stimmt.

Reisen bedeutet für uns Freiheit und intensive Zeit, die nur uns gehört. Viele fragen mich, ob ich keine Angst habe, allein mit den Jungs im Wald zu stehen. Nein, habe ich noch nie gehabt. Zum einen komme ich aus der Großstadt und kann nur sagen, dass nachts durch die Gassen zu laufen, mir mehr Angst macht. Denn auch wenn dort unzählige Menschen sind, wird dir am Ende höchstwahrscheinlich niemand helfen, wenn du in Gefahr bist.

Wenn ich im Wald schlafe, bin ich in meinem abgeschlossenen Camper und habe ein zuckersüßes Labradormädchen an Bord, das sich (wenn man sie nicht sieht) nach einem blutrünstigen Kampfhund anhört, wenn sich in der Nacht etwas um den Camper schleicht. Seitdem sind wir unzählige Male auch allein unterwegs gewesen, sei es nur für eine Nacht im Schwarzwald oder am Bodensee.

Unser Camper ist unser zweites Zuhause, und ich kann es jedem empfehlen, der von dieser Art von Reisen fasziniert ist, es einfach mal auszuprobieren. An alle Mamas: Traut euch, es auch gerne mal allein zu versuchen!“